Blockadeprogramm Freiwilligenprojekt

  • ehrenamtliches Engagement
  • Sankt-Petersburg
  • 31/12/2021

Webseite Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.

Der Bildungscampus an der Rothleimmühle ist eine Einrichtung des JugendSozialwerk Nordhausen e.V.. Ein Arbeitsfeld ist die Planung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Projekte.

Adresse: Parkallee 2, 99734 Nordhausen
Arbeits­feld(er):
JugendarbeitInternationale JugendarbeitFreiwilligendiensteSonstiges

Im Rahmen des Projekts werden junge Menschen aus Deutschland dreimonatige Freiwilligendienste bei Überlebenden der Leningrader Blockade leisten. Es findet im Rahmen der Humanitären Geste des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland statt.

Die fast 900 Tage dauernde Blockade der Stadt Leningrad gilt als eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion. Deutsche Jugendliche allerdings sind mit der Blockadethematik zumeist kaum vertraut, denn die Leningrader Blockade stellt gewissermaßen eine Leerstelle in der deutschen kollektiven Erinnerung dar.

Das geplante Projekt bietet eine ideale Möglichkeit, diese beiden Probleme gleichzeitig anzugehen:
– sowohl zur Verbesserung der Lebenssituation der Blockadeopfer
– als auch zum Dialog der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands beizutragen.
Außerdem dient das Projekt:
– der historischen Aussöhnung zwischen den Völkern der beiden Länder
– und bilden damit eine Grundlage für die zukünftigen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.
– Die beteiligten jungen Menschen aus Deutschland nehmen für ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung wertvolle Impulse mit, indem sie Selbst, Sozial- und Methodenkompetenzen erwerben. Zudem erwarten wir von ihnen eine Multiplikatorwirkung in die deutsche Gesellschaft hinein.

(Lern)wirkungen für die Freiwilligen:
– Kennenlernen der Blockadethematik
– (Weiter)entwicklung interkultureller Kompetenzen
– Lernen, historische Ereignisse und den gesellschaftlichen Umgang mit diesen kritisch zu analysieren und Bezüge zu ihrem eigenen Leben und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen herzustellen
– neue Bekanntschaften und vielleicht auch Freundschaften mit unterschiedlichen Generationen
– Erwerb sozialer und methodischer Kompetenzen, die z.B. in der beruflichen (Aus)bildung hilfreich sein können

Das Projekt ermöglicht vielfältige Bezüge:
– Teilnahme der Jugendlichen an Bildungsveranstaltungen und Treffen für Blockadeopfer und ehemalige Lagerhäftlinge an fünf verschiedenen Orten in der Stadt
– Teilnahme an den Aktivitäten des drb
– Entwicklung eigener Projekte in Abhängigkeit von individuellen Interessen und Erfahrungen

 

Rahmenbedingungen des Praktikums      

Dauer: 3 Monate

Projektzeiten: Mitte September – Mitte Dezember 2019
April – einschl. Juni 2020
September – einschl. November 2020

Zahlung: Verpflegungsgeld (160 EUR mtl.) und Taschengeld (100 EUR mtl.) auf ein deutsches Konto

Aufgaben und   Lernschwerpunkte     

Einführungskurs: Russisch Intensiv, Landeskunde, Geschichtliche Hintergründe
Soziale Aufgaben: Unterstützung der Blockadeüberlebenden in ihrem Alltag (Einkaufen, leichte Hausarbeiten, Unterhaltung, Spaziergänge etc.)
Öffentlichkeitsarbeit: Posts über die Projektaktivitäten in sozialen Netzwerken, Mitwirkung an einer Projektbroschüre / einem Kurzfilm in deutscher und russischer Sprache zur Dokumentation der Projektziele und –ergebnisse

Schriftliche Reflexion über die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen

 Voraussetzungen für das Praktikum

Studien-/Ausbildungsgang: z.B. Slawistik, Geschichte, Kulturwissenschaft, Soziale Arbeit, Journalismus, Publizistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften und andere Interessierte

Alterbeschränkung: 18-30 Jahre

Fremdsprachenkenntnisse: Russisch vorteilhaft, aber nicht Bedingung

Sonstiges (z.B. besondere Erfahrungen, Interessen): Interesse an Russland, russischer Sprache, Kultur und Geschichte sowie Offenheit, Kommunikationsstärke, Flexibilität sind Bedingung; Erfahrungen in der Arbeit im sozialen Bereich und in der Öffentlichkeitsarbeit wären toll.

+49 3631 97984 11
i.gast@jugendsozialwerk.de
Leiterin des Bereiches Kinder, Jugend und Familie

Ansprech­person:

Ines Gast